…auch 2010 wird es in Bamberg erneut ein festival contre le racisme geben, diesmal mit dem Motto „wi(e)der Deutsche Zustände!?“. Wer also Lust hat, sich bei den Vorbereitungen einzubringen, darf gerne mittwochs um 20Uhr ins Balthasar zum offenen Antifa-Café kommen. Und ansonsten natürlich auch.
Bislang haben wir als Themen die deutsche Außenpolitik, Fußball & Nationalismus, Geschichtspolitik und anderes im Blick.
See you @ Balthasar!
Vorverkaufskarten für das Konzert von Bambix und Oh Marita am 13.06.2009 im Live-Club/Bamberg gibt es im Balthasar. Öffnungszeiten in der Regel unter der Woche von 18-24Uhr, Karten an der Theke erhältlich. Zudem besteht natürlich die Möglichkeit, bei allen Veranstaltungen des festival contre le racisme VVK zu erwerben. Und nicht zuletzt: Auf der Homepage des Live-Club könnt Ihr Karten reservieren. Und bei Fragen: einfach eine Mail an sprecherrat@sv.uni-bamberg.de.
08. – 14.06.09 festival contre le racisme
05.06.09 Auftaktparty im Immerhin
08.06.09 Turning a Dream into a Nightmare – Menschenrechte contra staatliche Souveränität (von der Osten-Sacken)
Ausstellungseröffnung: Frauenhandeln in Deutschland (KOK e.V./Berlin)
09.06.09 Workshops zu antirassistischer Bildungsarbeit
09.06.09 Antiziganismus in Europa – die gesellschaftliche und staatliche Ausgrenzung von Sinti und Roma (Wenzel)
10.06.09 Human Rights Education vs. Education for Democratic Citizenship (Rausch)
11.06.09 Film „Abortion Democracy“ (Diehl und Feministische Plattform Bamberg)
12.06.09 Friedhofsführung: „Erinnern statt vergessen. Zeugnisse von Verfolgung und Widerstand im Bamberger Friedhof “ (VVN/BdA-Bamberg)
13.06.09 Kulturpolitisches Picknick
13.06.09 Abschlusskonzert mit Bambix (Nl, Punkrock) und Oh Marita (Nbg., Indie) im Live-Club
Am 10. Dezember 1948 verkündete die Generalversammlung der Vereinten
Nationen die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ – ein Ereignis,
welches thematisch Pate für das ‚festival contre le racisme‘ vom 8. bis 14. Juni 2009 in Bamberg steht. Die Erklärung war das Versprechen an die Zukunft, dass die Gräuel des Zweiten Weltkrieges und des Holocausts nie wieder einem Menschen widerfahren müssen. Heute, 60 Jahre später, wird dieser formulierte Anspruch angesichts zahlreicher Menschenrechts-verletzungen in Frage gestellt.
Bis heute stehen Ungleichheit, Armut, Gewalt und Krieg den unveräußer-lichen Menschenrechten im Weg. Anspruch und Wirklichkeit klaffen somit weit auseinander – auch nach 60 Jahren gibt es nichts zu feiern!
Durch die Verknüpfung von politischen und kulturellen Veranstaltungen
möchte das Antirassismus/Antifaschismus-Referat der Studierenden-vertretung diese Themen aufgreifen und lädt alle Interessierten zur Teilnahme ein.
05.06.2009 Auftaktparty
Konzert im Immerhin/Bamberg, veranstaltet von der amnesty international Hochschulgruppe Bamberg.
Es spielen: Three Ring Circus (Alterna-Punk-Pop aus Bamberg/Nürnberg) und Mikrowelle and Higher Market Sounds (Hip-Hop aus Bamberg/Bayreuth)
Einlass 20Uhr, Beginn 21Uhr, Eintritt 3€
08.06.09 Turning A Dream Into A Nightmare? – Menschenrechte Contra staatliche Souveränität
Als die Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 die Allgemeine Erklärung
der Menschenrechte verabschiedeten, war der Zivilisationsbruch und der
Rückfall in die Barbarei bereits keine finstere Drohung mehr, sondern durch die nationalsozialistische Kriegs- und Vernichtungsmaschinerie zur gesellschaftsgeschichtlichen Realität geworden.
Die Erklärung war das Versprechen an die Zukunft, dass Ähnliches nie wieder einem Menschen widerfahren müsse. So formulierten die Stichwortgeber wie John Humphrey, Charles Malik, René Cassin, Peng-chun Chang oder Eleanor Roosevelt einen Traum einer Welt, in der die angeborene „Würde und [die] gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt [bilden].“
Heute, 60 Jahre nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, muss angesichts zahlreicher Menschenrechtsverletzungen „ sei es beispielsweise das rigide und brutale Vorgehen Chinas gegen Oppositionelle, der Genocid in Darfur oder die ständige Vernichtungsdrohung des Iran gegen den Staat der ShoaÜberlebenden, Israel“ gefragt werden, inwieweit dieser formulierte Anspruch der Vereinten Nationen noch ernst genommen werden kann. Weitere Beispiele zu finden, fällt leider nicht schwer.
In seinem Vortrag wird Thomas von der Osten-Sacken zum Anspruch, Realität und Grenzen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sprechen und danach im Rahmen einer Diskussion für weitere Fragen zur Verfügung stehen.
Referent: Thomas von der Osten-Sacken
Zudem wird am Abend die Ausstellung „Frauenhandeln in Deutschland“ eröffnet, welche vorraussichtlich 14 Tage im Balthasar zu besichtigen sein wird. Die Ausstellung informiert über Frauenhandel nach und in Deutschland und kommt vom KOK e.V. in Berlin, dem Bundesweiten Koordinierungskreis gegen Frauenhandel und Gewalt an Frauen im Migrationsprozess e.V..
20Uhr im Balthasar
09.06.09 Workshops zu antirassistischer Bildungsarbeit
Workshops ab 10 Uhr, Jugendkulturtreff Immerhin, mit Anmeldung.
Weitere Infos: Beschreibung_Antira_Workshop
09.06.09 Antiziganismus in Europa – die gesellschaftliche und staatliche Ausgrenzung von Sinti und Roma
Referent: Uwe Wenzel (Zentralrat der Sinti und Roma/Heidelberg)
20 Uhr im Balthasar
10.06.09 Human Rights Education vs. Education for Democratic Citizenship
„Human Rights Education is thinking from the perspective of the individual
in danger, Education for Democratic Citizenship takes the perspective of the
community in crisis”
Auf welche Weise muss Menschenrechtserziehung betrieben werden in einer Gesellschaft, in der Menschenrechte als etwas so Selbstverständliches angesehen werden, dass kaum jemand sie genauer kennt und die Meisten annehmen, dass sich im Zweifel schon jemand kümmern wird? Müssen wir uns genau deswegen Sorgen machen um die Menschenrechte und hat die Gesellschaft in derKrise vielleicht zur Folge, dass das Individuum wieder in Gefahr gerät, Opfer von Menschenrechtsverletzungen zu werden?
Um welchen Preis werden in Gesellschaften mit sich verändernden Werten und Ansichten Menschenrechte verteidigt, und welche Rolle spielt die stark auf Demokratie als „die beste aller Staatsformen“ ausgerichtete Normativität der Menschenrechte?
Referent: Tobias Rausch
20 Uhr im Balthasar
11.06.09 Film „Abortion Democracy“
In Anwesenheit der Regisseurin Sarah Diehl (Berlin), anschließend Diskussion mit der Feministischen Plattform Bamberg
20 Uhr im Balthasar
12.06.09 Friedhofsführung
Thema „Erinnern statt vergessen. Zeugnisse von Verfolgung und Widerstand im Bamberger Friedhof “
Referent: Günther Pierdzig, VVN/BdA-Bamberg, 17 Uhr an der Gönninger Kapelle, Friedhofseingang Siechenstraße, Nähe Ottokirche, Hallstadterstr. Unkostenbeitrag: 2€
13.06.09 Kulturpolitisches Picknick
mit veg. Gegrilltem, Salaten und kühlen Getränken. Open-Stage mit Poetry-Slam, Workshops (in Zusammenarbeit mit ‚Schule ohne Rassismus‘ des Franz-Ludwig-Gymnasiums), Theater und vieles mehr.
Einfach mitmachen! Wenn ihr Fragen zur Open-Stage habt, meldet euch einfach bei uns (siehe Kontakt).
14-18Uhr vor der U11. Geschirr bitte wenn möglich selber mitbringen!
13.06.09 Abschlusskonzert mit Bambix (Nl, Punkrock) und Oh Marita (Nbg., Punkrock)
Bambix: Punk, Energie, Leidenschaft, charismatischer Frauengesang und großartige Melodien – wirft man das alles in einen Mixer und schüttelt kräftig, dann bekommt man zumindest schon mal ein Gefühl für das, was das Punk-Rock Trio Bambix aus Nijmegen, Niederlande ausmacht: Wohl eine, wenn nicht die beste Punkrockband mit Frau am Steuer.
Oh Marita: Oh Marita spielen emotionalen Punkrock mit einer Prise Indie und deutschen Texten. Das Trio aus Nürnberg existiert seit 2005 und hat bislang eine Demo-CD veröffentlicht. Oh Marita sind: Uwe: Gitarre, Gesang, Marco: Bass, Toffi: Schlagzeug.
Live-Club/ Bamberg. Abendkasse 7,50€, Vorverkauf 6€.
Einlass 21Uhr, Beginn 22Uhr.
Vorverkaufsmöglichkeiten: Ab 18.05.09 im Balthasar (Öffnungszeiten beachten!) und 15.-17.05. auf dem Kontakt-Festival in der Aula der Universität Bamberg/ Dominikanerkirche.



