festival contre le racisme 2016

Froh darüber, dass wir mit den Planungen dieses Jahr deutlich früher dran sind, als beim vorherigen Festival, können wir euch nun erste Infos zu dem dieses Jahr vom 11.06.-17.06. stattfindenden festival contre le racisme mitteilen. Im Gegensatz zu dem letztjährigen Experiment, bei dem ein an der Praxis orientierter Kurzvortrag mit anschließendem theoretischem Hauptvortrag den Vortragsabend bildeten, wird die Vortragsreihe dieses Mal wieder nach dem altbewährten Schema ablaufen. Unter dem Oberthema „Dystopie Europa?! Frieden mal anders“ werden sich die Vorträge themenspezifisch mit den kritisch zu beobachtenden innen- und außenpolitischen Entscheidungen der europäischen Staaten als solche sowie des Friedensnobelpreisträgers der Europäischen Union auseinandersetzen. Der Hintergrund für die diesjährige Themenwahl hat vor allem mit der, in naher Vergangenheit hohen Anzahl an kritischen sozialpolitischen Ereignissen innerhalb Europas zu tun, wie beispielsweise dem europäischem Umgang mit Flüchtlingen, dem Rechtsruck innerhalb der europäischen Parteienlandschaft, dem viel diskutierten Umgang mit den wirtschaftlichen und folglich sozialen Problemen Griechenlands von Seiten der EU und deren Institutionen, sowie dem sich stetig steigernden Interesse an militärischen Interventionen europäischer Staaten in der Welt. Da sich diese Auflistung weiter fortführen lässt und kein Ende in Sicht ist, halten wir eine kritische Auseinandersetzung mit den zentralen politischen und auch wirtschaftlichen Zuständen in Europa für dringend notwendig.
Hierbei ist jedoch nicht zu erwarten, dass unserer Meinung nach die Idee einer Europäischen Union als in allen Punkten gescheitert vorzuverurteilen ist. Vielmehr erhoffen wir uns aus den erwartungsgemäß kritischen Vorträgen und hoffentlich intensiven anschließenden Diskussionen, dass sich ein bewusst kritischer und reflektierter Blick auf die politischen Ereignisse um uns herum etabliert bzw. weiter festigt.
Wie schon die Jahre zuvor wird das Festival neben der Vortragsreihe durch ein antirassistisches Fußballturnier und ein Abschlusskonzert vervollständigt. Für das Konzert freuen wir uns, euch wieder mal einen bunten Musik-Mix präsentieren zu können. Auftreten auf dem diesjährigen festival contre le racisme werden die Bamberger Screamo-Band Karina Kvist, der Zeckenrapper Pyro One, die Punkrocker von Radio Havanna, der Electro-Trash-Punker HC Baxxter und die Hardcore-Rap-Band Moscow Death Brigade. Als Konzert-Location konnten wir uns den Live Club sichern. Infos zum Vorverkauf für das Konzert und zu möglichen Anmeldungen bezüglich des antirassistischen Fußballturniers werdet ihr in den nächsten Wochen auf unserem Blog finden können.

Von vier der fünf angefragten Referent_Innen haben wir bereits eine Zusage erhalten, jedoch bisher nur grob das Thema eingrenzen können. Die detaillierte Themenzusammenstellung wird in den nächsten Wochen in Zusammenarbeit mit den Referierenden geschehen. Daher sind die Titel momentan eher als Arbeitstitel anzusehen, wodurch der momentane Ablaufplan des diesjährigen festival contre le racisme wie folgt aussieht:

1. Samstag, 11.06.2016: Antirassistisches Fußballturnier

2. Sonntag, 12.06.2016: Vortrag: Die hegemoniale Stellung Deutschlands in Europa
(mehrere Referierende angefragt)

3. Montag, 13.06.2016: Vortrag: Außenpolitische Beziehungen der EU mit Diktatoren
von Ruben Eberlein

4. Dienstag, 14.06.2016: Vortrag: Der Umgang der EU mit wirtschaftlichen Krisen
von Thomas Sablowski

5. Mittwoch, 15.06.2016: Vortrag: Der Vormarsch der rechten Populisten in Europa
von Sebastian Reinfeldt

6. Donnerstag, 16.06.2016: Vortrag: Die Abwendung der Linken von Europa
von Anton Landgraf

7. Freitag, 17.06.2016: Abschlusskonzert mit Karina Kvist, Radio Havanna, Moscow Death Brigade, H.C.
Baxxter und Pyro One im Live Club

Abschließend sei noch festgehalten, dass wir uns als Veranstalter_Innen des festival contre le racisme vorbehalten, bei allen Veranstaltungen von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und alle Idiot_Innen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu dem Vortragsraum oder dem Konzertsaal zu verwehren. Genauso sollte allen Besucher_Innen bewusst sein, dass auch nach erfolgreichem Zutritt zu den Veranstaltungen die zuvor genannten Einschränkungen zu beachten sind und explizit auch sexistisches Verhalten zum sofortigen Ausschluss von der Veranstaltung und allen weiteren Terminen des festival contre le racisme führt.