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Danke!

Das festival contre le racisme 2016 in Bamberg ist vorbei.
Wir möchten uns bei allen bedanken die das festival möglich gemacht haben: Allen Referenten, den Bands, dem Asta Bamberg e.V., der Petra-Kelly-Stiftung, dem AStA Uni Hannover, der Sebastian-Cobler-Stiftung, sowie allen Helfer*innen und Besucher*innen. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr!

festival contre le racisme 2016

Froh darüber, dass wir mit den Planungen dieses Jahr deutlich früher dran sind, als beim vorherigen Festival, können wir euch nun erste Infos zu dem dieses Jahr vom 11.06.-17.06. stattfindenden festival contre le racisme mitteilen. Im Gegensatz zu dem letztjährigen Experiment, bei dem ein an der Praxis orientierter Kurzvortrag mit anschließendem theoretischem Hauptvortrag den Vortragsabend bildeten, wird die Vortragsreihe dieses Mal wieder nach dem altbewährten Schema ablaufen. Unter dem Oberthema „Dystopie Europa?! Frieden mal anders“ werden sich die Vorträge themenspezifisch mit den kritisch zu beobachtenden innen- und außenpolitischen Entscheidungen der europäischen Staaten als solche sowie des Friedensnobelpreisträgers der Europäischen Union auseinandersetzen. Der Hintergrund für die diesjährige Themenwahl hat vor allem mit der, in naher Vergangenheit hohen Anzahl an kritischen sozialpolitischen Ereignissen innerhalb Europas zu tun, wie beispielsweise dem europäischem Umgang mit Flüchtlingen, dem Rechtsruck innerhalb der europäischen Parteienlandschaft, dem viel diskutierten Umgang mit den wirtschaftlichen und folglich sozialen Problemen Griechenlands von Seiten der EU und deren Institutionen, sowie dem sich stetig steigernden Interesse an militärischen Interventionen europäischer Staaten in der Welt. Da sich diese Auflistung weiter fortführen lässt und kein Ende in Sicht ist, halten wir eine kritische Auseinandersetzung mit den zentralen politischen und auch wirtschaftlichen Zuständen in Europa für dringend notwendig.
Hierbei ist jedoch nicht zu erwarten, dass unserer Meinung nach die Idee einer Europäischen Union als in allen Punkten gescheitert vorzuverurteilen ist. Vielmehr erhoffen wir uns aus den erwartungsgemäß kritischen Vorträgen und hoffentlich intensiven anschließenden Diskussionen, dass sich ein bewusst kritischer und reflektierter Blick auf die politischen Ereignisse um uns herum etabliert bzw. weiter festigt.
Wie schon die Jahre zuvor wird das Festival neben der Vortragsreihe durch ein antirassistisches Fußballturnier und ein Abschlusskonzert vervollständigt. Für das Konzert freuen wir uns, euch wieder mal einen bunten Musik-Mix präsentieren zu können. Auftreten auf dem diesjährigen festival contre le racisme werden die Bamberger Screamo-Band Karina Kvist, der Zeckenrapper Pyro One, die Punkrocker von Radio Havanna, der Electro-Trash-Punker HC Baxxter und die Hardcore-Rap-Band Moscow Death Brigade. Als Konzert-Location konnten wir uns den Live Club sichern. Infos zum Vorverkauf für das Konzert und zu möglichen Anmeldungen bezüglich des antirassistischen Fußballturniers werdet ihr in den nächsten Wochen auf unserem Blog finden können.

Von vier der fünf angefragten Referent_Innen haben wir bereits eine Zusage erhalten, jedoch bisher nur grob das Thema eingrenzen können. Die detaillierte Themenzusammenstellung wird in den nächsten Wochen in Zusammenarbeit mit den Referierenden geschehen. Daher sind die Titel momentan eher als Arbeitstitel anzusehen, wodurch der momentane Ablaufplan des diesjährigen festival contre le racisme wie folgt aussieht:

1. Samstag, 11.06.2016: Antirassistisches Fußballturnier

2. Sonntag, 12.06.2016: Vortrag: Die hegemoniale Stellung Deutschlands in Europa
(mehrere Referierende angefragt)

3. Montag, 13.06.2016: Vortrag: Außenpolitische Beziehungen der EU mit Diktatoren
von Ruben Eberlein

4. Dienstag, 14.06.2016: Vortrag: Der Umgang der EU mit wirtschaftlichen Krisen
von Thomas Sablowski

5. Mittwoch, 15.06.2016: Vortrag: Der Vormarsch der rechten Populisten in Europa
von Sebastian Reinfeldt

6. Donnerstag, 16.06.2016: Vortrag: Die Abwendung der Linken von Europa
von Anton Landgraf

7. Freitag, 17.06.2016: Abschlusskonzert mit Karina Kvist, Radio Havanna, Moscow Death Brigade, H.C.
Baxxter und Pyro One im Live Club

Abschließend sei noch festgehalten, dass wir uns als Veranstalter_Innen des festival contre le racisme vorbehalten, bei allen Veranstaltungen von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und alle Idiot_Innen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu dem Vortragsraum oder dem Konzertsaal zu verwehren. Genauso sollte allen Besucher_Innen bewusst sein, dass auch nach erfolgreichem Zutritt zu den Veranstaltungen die zuvor genannten Einschränkungen zu beachten sind und explizit auch sexistisches Verhalten zum sofortigen Ausschluss von der Veranstaltung und allen weiteren Terminen des festival contre le racisme führt.

Überraschungsauftritt von Darboux beim fclr-Abschlusskonzert

Bei dem heute stattfindenden Abschlusskonzert des festival contre le racisme spielen nun ganz spontan neben Symbiotic Spark, Tapete & Crying Wölf und Björn Peng auch noch die Bamberg Gruppe Darboux. Der Preis von 5 bis 8 € (als Solizuschlag) bleibt trotzdem erhalten. Einlass ist weiterhin um 21 Uhr, die erste Band wird voraussichtlich gegen 22 Uhr beginnen.

Wir freuen uns auf euch als gut gelaunte Gäste!

Abschlusskonzert fclr 2015

Für das Konzert am 12.06.2015 in der Innenstadt-Mensa konnten wir nun neben Björn Peng das Rap-Duo TAPETE & Wölf für einen Auftritt gewinnen. Voraussichtlich werden noch zwei lokalere Bands folgen, die das Line-up komplementieren. Danach werden noch im Stile à la Mensaparty zwei DJ’s für tanzbaren Elektro sorgen und somit die Party bis 4 Uhr morgens ordentlich beschallen.
Einlass für das Konzert wird am 12.06. gegen 21.30 Uhr erfolgen.
Also haltet euch den Termin frei, es lohnt sich!!!!

Anmeldung zum Fußballturnier

Auch wenn es jetzt schon kurz vor knapp ist, möchten wir euch erneut einladen euch noch zu unserem antirassistischen Fußballturnier anzumelden. Dieses fungiert dieses Jahr als Eröffnungsveranstaltung und beginnt am Sonntag den 07.06. um 11.30 Uhr. Wenn ihr also mindestens 7 Menschen habt die am Sonntag bei einem entspannten Kleinfeldturnier mitkicken wollt, schreibt uns einfach eine E-Mail an antirarefbamberg@gmx.de. Wie jedes Jahr wird es keinen Schiedsrichter geben, was ja bisher immer wunderbar geklappt hat. Auch dieses Mal möchten wir euch darauf Hinweisen, dass T-shirts und Trikots mit nationalen Symbolen wie z.B. ein Fußballtrikot Deutschlands unerwünscht sind. Wir wollen einfach Spaß haben und das für jeden und jede ermöglichen, daher zieht euch einfach was cooles an oder auch gar nichts.

noch einmal in Kurzform:
Datum: 07.06.2015
Beginn: 11.30 Uhr
Wo: Feki-Sportplatz
Anmeldung unter: antirarefbamberg@gmx.de

festival contre le racisme 2015

Lieber spät als nie wollen wir euch auch dieses Jahr zu dem nun zum 9. Mal stattfindenden festival contre le racisme (fclr) einladen. Dieses Jahr haben wir uns auch mal etwas Neues ausgedacht und wollen uns im Laufe der fünftägigen Vortragsreihe mit den Zuständen in Bamberg und Umgebung auseinandersetzen. Die Vorträge werden vom 07.06. – 11.06.2015 wie gewohnt im Balthasar stattfinden, mit der Ausnahme, dass ihr an jedem Abend zwei Referent*Innen gegenübersitzen werdet. Das wird in der Praxis so aussehen, dass um 19 Uhr ein Kurzvortrag zu dem Tagesthema stattfindet, der die Situation in Bamberg näher beleuchtet oder einfach Vergangenes zusammenfasst. Es folgt um 20 Uhr ein an das zuvor Gesagte anschließender Vortrag, der an die zuvor vorgetragene Problematik theoretisch anschließt. Wir erhoffen uns daraus, ein funktionables Zusammenspiel unserer täglichen Erfahrungen mit theoretischen Denkmustern bieten zu können und freuen uns auf dieses Experiment. Natürlich wird es auch dieses Jahr wieder ein antirassistisches Fußballturnier und ein Konzert geben. Das Fußballturnier wird am Sonntag noch vor dem ersten Vortrag das diesjährige fclr eröffnen, welches am Freitag den 12.05. durch das Abschlusskonzert in der Innenstadtmensa endet. Das Konzert beginnt voraussichtlich um 21 Uhr.

Hier eine kleine Übersicht über den Ablauf für das festival contre le racisme 2015:

Sonntag, 07.06 ab 12 Uhr: Antirassistisches Fußballturnier

Auf dem Feki-Sportplatz der Uni Bamberg
Teamgröße: 6 + 1 Spieler*innen
Beginn: 11.30 Uhr
Teamanmeldung unter: antirarefbamberg@gmx.de

Sonntag, 07.06: „NSU und die aktuelle Neonaziszene – ihr Terror, ihre Konzepte, ihre lokalen Aktivitäten“ von Robert Andreasch
Dreieinhalb Jahre sind vergangen, seit sich der „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) im November 2011 selbst enttarnte. Im NSU-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht, in Recherchen und Untersuchungsausschüssen wurde seither versucht, mehr Erkenntnisse zu gewinnen: was der NSU denn gewesen ist, wer ihm zugerechnet werden muss und wer alles zu den Unterstützer_innen zählt. Die Ansicht der Bundesanwaltschaft, der NSU sei ein isoliertes, abgeschottetes Killer-”Trio” gewesen, konnte sich nicht durchsetzen. Robert Andreasch spricht über die Netzwerke des militanten Neonazismus in Deutschland, in denen sich der NSU bewegte. Viele Neonazis halfen dem NSU ganz konkret, beim Untertauchen, Wohnen, mit Geld, aber auch bei Ausspähungen und mit Tatbeiträgen. Die deutsche Neonaziszene hatte sich in den 1990er Jahren noch einmal deutlich radikalisiert. Eine Reihe von terroristischen Anleitungen und militanten Organisierungskonzepten (z. B. “Führerloser Widerstand”) wurden nicht zuletzt durch internationale Neonazinetzwerke wie “Blood & Honour” in Deutschland verbreitet. Waren diese Blaupausen für das Handeln des NSU?

Robert Andreasch arbeitet seit fünfzehn Jahren als Fachjournalist über die extreme Rechte in Süddeutschland. Für die „Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München“ (a.i.d.a. e. V.) und die bundesweite Initiative „NSU-watch“ beobachtet er die Verhandlungstage im ersten „NSU-Prozess“ vor dem Münchner OLG. Im April 2015 wurde er als Sachverständiger in den NSU-Untersuchungsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags geladen.

In dem davor stattfindenden Kurzvortrag wird sich der Stadt Bamberg und ihren Nazis in Hinblick auf aktuelle Aktivitäten und Unterstützer*innen für den NSU gewidmet.

Montag, 08.06: Religionskritik als Entzifferung menschlicher Projektionen
Das Zeitalter der „Aufklärung“ ist längst Geschichte, und doch sind die „Fundamentalisten“ in den „Weltreligionen“ auf dem Vormarsch. Wenn auch die Masse der Gläubigen der großen Weltreligionen nicht mehr allzu viel glaubt, entwickelt eine Vielzahl von Menschen doch religiöse oder spirituelle Bedürfnisse und lebt sie verschiedenartig aus. Mit dem deutschen Philosophen und Hegel-Schüler Ludwig Feuerbach kam es zu einer wichtigen Änderung in den religionskritischen Argumentationsmustern. Es ging von da an nicht mehr um die Wahrheit oder Unwahrheit von Offenbarungen oder Dogmen, sondern um die Entzifferung ihres menschlichen Sinns. Marx hat diese neue Religionskritik umgemünzt in die Kritik einer unmenschlichen gesellschaftlichen Wirklichkeit, Freud hat sie aufgegriffen für die Heilung seelischer Leiden.
Das Eintreten für die konsequente Trennung von Kirche und Staat und für säkulare politische Institutionen ist nur die halbe Miete. Indirekt und unbewusst ist religiöses Bewusstsein immer auch der Protest gegen eine unmenschliche gesellschaftliche Wirklichkeit. Darum stellt sich die Frage, wie dieses Potenzial in einem emanzipatorischen Sinne mobilisiert und gegen dem Faschismus vergleichbare irrationale und unmenschliche Ideologien werden kann.

Manuel Kellner hat in seiner Einführung in die „Kritik der Religion und Esoterik. Außer sich sein und zu sich kommen“ (in der theorie.org-Reihe des Schmetterling Verlags) diese Frage gestellt. Er wird mit uns darüber diskutieren und einleitend zeigen, woran die religionskritischen Ansätze kranken, die hinter Feuerbach, Marx und Freud zurückfallen.

Der Kurzvortrag wird den Fokus auf die Rolle Bambergs bei der mittelalterlichen Hexenverbrennung legen.

Dienstag, 09.06: “Kulturkritik und Gesellschaft” von Roger Behrens
Die Kulturkritik ist Teil der Kultur, die sie kritisiert. Sie ist – anders als Gesellschaftskritik, die eher progressiv auf Veränderung, Reform oder sogar Revolution hinaus will – konservativ: Kulturkritik wünscht sich Vergangenes zurück, setzt auf Tradition – und das häufig auch dann und dort, wo sie, etwa als politische Popkritik für Erneuerung und Verbesserung plädiert und das Alte, Schlechte, Heruntergekommene überwinden will. Indes: Je mehr die Kultur – in ihrer ganzen Vielfalt und Allgegenwärtigkeit – dazu tendiert, »selbstverständlich kritisch« und »selbstkritisch« zu sein, um so altbackener, antiquierter und verschrobener wirkt die Kulturkritik, zumindest in ihrer klassischen Form als Teil bürgerlicher Selbstverständigung. Dagegen haben sich im Pop selbstreferentielle Formen der Kulturkritik etabliert, bei denen es nicht mehr um »Kultur an sich« geht, sondern um partielle Lebensweisen, Haltungen, ja: einerseits um Moden und dazugehörige Geschmacksurteile (Geschmacksidentitäten, Geschmackssicherheiten etc.); andererseits um Strategien der »Selbstoptimierung«. »Kritik« wird damit in die »Kultur« implementiert, überdies wird das »kritische Bewusstsein« soweit in die Gesellschaft integriert, dass es jede Radikalität verliert.

Der auf Bamberg bezogene kulturkritische Kurzvortrag wird von Mitgliedern des KONTAKT-Teams übernommen.

Mittwoch, 10.06: “Kritik am Arbeitsfetischismus” von Stephan Grigat
Fast die gesamte Gesellschaft klammert sich an die Sklavenparole „Die Arbeit hoch!“ Statt Reichtum für alle will man die gerechte Verteilung des Elends. Ob linke Globalisierungsgegner, christliche Sozialethiker oder faschistische Produktivitätsfanatiker: Helfershelfer bei der Rettung der Arbeit soll der Staat sein, der den zügellosen, nicht dingfest zu machenden Marktkräften den Betrug an der „ehrlichen Arbeit“ verunmöglichen soll. Statt Gesellschaftskritik zu üben werden Ressentiments geschürt. In dem Vortrag soll verdeutlicht werden, was solch ein Bewusstsein mit dem Antisemitismus zu tun hat und wie es sich im Alltagsverstand und der Populärkultur – etwa in Filmen wie „Animal Farm“ oder „Pretty Woman“ – niederschlägt.
Das Thema des Kurzvortrags wird sich thematisch grob an die des Hauptvortrags anlehnen und regionale Kritikpunkte aufzeigen.

Donnerstag, 11.06: “Demokratischer Rassismus bei PEGIDA und Anti-PEGIDA” von Felix Klopotek
Pegida ist grandios gescheitert. Dies Urteil scheint kontrafaktisch, schließlich sind auch nach der Spaltung der Bewegung und dem Abflauen des medialen Interesses immer noch Tausende auf Dresdens Straßen gewesen. Aber die Bewegung hat es nicht vermocht, aus ihrem Schwung und ihrem Mobilisierungspotential jene kritische Masse zu formen, die nötig ist, um das Ereignis aus seiner lokalen oder szene-fixierten Borniertheit herauszukatapultieren.

Das ist derweil einer anderen Bewegung gelungen: Anti-Pegida. Der Protest gegen die so weltfremden wie paranoiden Sachsen war nur für die berühmte »logische Sekunde« ein linker, blitzschnell wurde er von der Mitte der Gesellschaft adaptiert und war das Ticket des triumphierenden weltoffenen, sozial engagierten Liberalismus. Dabei ist doch dieser weltoffene, sozial engagierte Liberalismus ganz offensichtlich auf dem Rückzug: weder die NSA-Enthüllungen noch die verhinderten Enthüllungen der Skandale rund um die NSU-Mordserie scheinen die Öffentlichkeit wirklich berührt zu habe. Verwundert verzweifelt schaut ganz Europa auf das mächtige Lummerland in seiner Mitte, das von keinerlei sozialem Protest und kritischem Bürgerengagement angekränkelt zu sein scheint – es sei denn, es geht gegen die rassistischen Spießer aus Dresden.

Pegida und Anti-Pegida – das sind zwei gegenläufige Bewegungen: die einen haben zahlenmäßigen Erfolg und sind gescheitert; die anderen vertreten einen durch so gut wie nichts mehr gedeckten Bürgersinn … und triumphieren. Man kann sagen, dass sich beide Bewegungen gegenseitig in der Balance halten, weil sie, jeweils aus einem anderen Blickwinkel, auf das selbe demokratische Gemeinwesen fixiert sind: Ein Gemeinwesen, das laufend gesellschaftliche Ausschlüsse und Diskriminierungen produziert und das sich gleichzeitig als Heilmittel gegen diese Ausschlüsse und Diskriminierungen setzt und anpreist; das als permanent bedroht gilt (durch Zuwanderung und Auflösung der nationalen Identität) und das permanent selbst als Bedrohung fungiert; das knallharte Grenzziehungen praktiziert und – nicht nur an seinen Rändern – eine Zero-Tolerance-Politik praktiziert und das sich als tolerantestes, aufgeklärtetes Gemeinwesen aller Zeiten inszeniert.

Um die paradoxen Voraussetzungen und Resultate der Bewegungen Pegida und Anti-Pegida in den Griff zu bekommen, muss man zu ihrem gemeinsamen Bezugspunkt vorstoßen, von dem beide nicht reden (können), der aber immer schon anwesend ist – und das ist der ganz ordinäre demokratische Rassismus dieser Nation.

Die Bamberg nahen PEGIDA-Ableger und ihre Unterschiede zu der PEGIDA-Bewegung in Dresden werden Teil des Kurzvortrags sein.

Alle Kurzvorträge beginnen um 19 Uhr, die anschließenden Vorträge um 20 Uhr.
Alle Vorträge finden wie gewohnt im Balthasar im Balthasargäßchen 1 in Bamberg statt und sind kostenlos.

Freitag, 12.06. ab 21 Uhr: Abschlusskonzert
Ort: Innenstadtmensa
Beginn: 21 Uhr
Bands: Björn Peng und weitere (Infos folgen)

Einlassvorbehalt zu allen Veranstaltungen des festival contre le racisme 2015

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisation angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Das vom AStA Bamberg und dem Referat für Antirassismus und Antifaschismus der Studierendenvertretung der Uni Bamberg organisierte festival contre le racisme wird in Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung veranstaltet.

Probleme mit der Ticketreservierung

Es scheint bei einigen Menschen Probleme mit der e-mail-Adresse für die Kartenreservierung zu geben. Falls das bei euch der Fall sein sollte schreibt uns doch bitte an antirarefbamberg@gmx.de. Selbstverständlich können auch bei allen Vorträgen im Balthasar Karten zum Vorverkaufspreis erstanden werden.

Demo: Contre le racisme! Grenzenlose Solidarität statt Festung Europa!

“Für Freitag, den 13. Juni rufen wir im Rahmen des festival contre le racisme zur Demonstration “Contre le racisme! Grenzenlose Solidarität statt Festung Europa!” in Bamberg auf.

Die massenhaften Toten an den Grenzen der EU zeigen, dass sich die Kultur der Ausgrenzung in Europa weiterhin im Aufwind befindet. Die schrecklichen Schicksale tausender Flüchtlinge auf Lampedusa, in Melilla, der Ägäis und anderswo werden billigend in Kauf genommen, durch infame Gesetze unterstützt, welche die Hilfe für sterbenden Menschen unter Strafe stellen, und dann noch mit aller Arroganz wirtschaftlich begründet. Falls es dann doch einige Zufluchtsuchende an Frontex & Co. vorbeischaffen, werden diese isoliert, weggesperrt und schnellstmöglich ausgewiesen. Der deutsche Staat nimmt hierbei keineswegs eine Statist*innenrolle ein, sondern ist eine Schlüsselfigur in der europaweiten Flüchtlingsbekämpfung. Hier werden landesweit Proteste der Zufluchtsuchenden selbst kriminalisiert und die Staatsgewalt geht mit aller Härte und Rücksichtslosigkeit gegen Flüchtlingsproteste vor.

Die Wahlergebnisse bei der Europawahl und der darin inbegriffene Aufwind rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien lassen alles andere als eine baldige Besserung der Verhältnisse bei der Friedensnobelpreisträgerin EU und ihren Mitgliedsstaaten vermuten. Wir wollen und werden uns damit nicht abfinden und fordern praktische und grenzenlose Solidarität mit allen Zufluchtsuchenden und ein Ende der Akzeptanz eines zum Tode unzähliger Menschen beitragenden Europas.

Also kommt am 13.6. um 16 Uhr zum Bahnhof in Bamberg und tragt eure Solidarität auf die Straße.

Für grenzenlose Solidarität und gegen die Festung Europa!

Aktuelles zum fclr

Es gibt neue Infos zum diesjährigen fclr.
Das Lineup des Konzerts steht fest:

Johnnie Rook
Das Flug
sookee
Egotronic

Das Konzert findet im morphclub statt. Einlass wird ab 21 Uhr sein.

Karten könnt ihr euch ab sofort unter ticket.fclr@gmx.de reservieren.
Preise: Vvk.: 10 Euro, Abendkasse: 12 Euro

Auch die Anmeldung zum Fußballturnier ist jetzt unter

antirarefbamberg@gmx.de möglich.

Die Mannschaften bestehen aus 5 Spieler*innen + Torwart*in (+evtl. Auswechselspieler*innen). Alle weiteren Infos dazu erhaltet ihr nach der Anmeldung oder findet ihr auch unter dem entsprechenden Reiter hier auf dem blog.

festival contre le racisme 2014

Auch diese Jahr wird es wieder ein festival contre le racisme in Bamberg geben. Das Thema des dieses Jahr vom 09.-14-06. stattfindenden festivals wird Asylpolitik sein.
Von Montag bis Donnerstag erwarten euch Vorträge dazu, am Freitag wird nachmittags eine Flüchtlingssolidemo stattfinden, abends dann ein Konzert mit Johnnie Rook, Sookee und Egotronic.
Samstag wird das fclr dann mit einem Antira-Fußballturnier ausklingen.
Weitere Infos folgen in den nächsten Wochen.